1 Warum sollten Nutzende die Richtlinien lesen?
Um den Datenschutz zu gewährleisten muss in der Praxis nach Auswertungen per kontrollierter Datenfernverarbeitung vor Herausgabe von Ergebnisdateien deren Deanonymisierungspotenzial geprüft werden. Da diese Arbeit aufgrund der Vielzahl an Nutzenden und der Fülle an erzeugten Ergebnissen sehr viele Ressourcen bindet, müssen die Prozesse standardisiert werden. Nur so kann das FDZ schnell alle Anfragen abarbeiten und hat noch genügend freie Kapazitäten für Aktualisierung und Weiterentwicklung des Datenangebots. Hierbei ist das FDZ auf die Unterstützung der Nutzenden angewiesen.
Was können Sie zu einem reibungslosen und schnellen Prozess beitragen?
- Lesen Sie folgenden Dokumente bevor Sie mit den Analysen in der FDZ-Infrastruktur beginnen:
- Die ‘Anleitungen für Datenfernverarbeitung und Gastaufenthalte am FDZ der BA im IAB’ (im Folgenden als „Anleitungen“ bezeichnet)
- Die ‘Richtlinien zur Gestaltung von Auswertungsprogrammen und Analyseergebnissen’ (im Folgenden als „Richtlinien“ bezeichnet)
- the ‘o Stata-Templates für Auswertungsprogramme’ (im Folgenden als „FDZ-Templates“ bezeichnet)
- Gestalten Sie Ihre Programmdateien nach diesen Dokumenten.
- Überprüfen Sie die Lauffähigkeit Ihrer Programme anhand von Testdaten bzw. Substichproben.
- Überprüfen Sie die Lauffähigkeit der Programme und die datenschutzrechtliche Unbedenklichkeit Ihrer Ergebnisse bevor Sie die Ergebnisse dem FDZ zur Prüfung und Freigabe vorlegen. D.h. in der Regel sollten die Analyseergebnisse so gestaltet sein, dass keine nachträglichen manuellen Löschungen durch das FDZ-Team mehr erforderlich sind.
- Reduzieren Sie die Ergebnisse, die einer Datenschutzprüfung unterzogen werden müssen, auf das Nötigste. Lassen Sie nur Ergebnisse prüfen, die für Publikationen oder Präsentationen vorgesehen sind. Ergebnisse vorläufiger Analysen, Qualitätsprüfungen im Rahmen der Datenaufbereitung etc. sollten dem FDZ nicht zur Prüfung und Freigabe vorgelegt werden.
- Bei Abbrüchen von Programmläufen versuchen Sie zunächst selbst die Fehlerursache zu finden und zu beheben. Überprüfen Sie zunächst, ob Ihre Syntax korrekt ist und die technischen Vorgaben für die FDZ-Infrastruktur (z.B. zur Verwendung von „globals“ und Pfadangaben) richtig umgesetzt sind. Ziehen Sie die FAQ-Liste für JoSuA zu Rate. Erst wenn alle Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, kontaktieren Sie das FDZ.
Das FDZ unterstützt Sie hierbei mit Programmiervorlagen und -beispielen FDZ-Templates, die einen einfachen Einstieg sowohl zur Umsetzung der Richtlinien der Syntaxgestaltung als auch der Ausgabe datenschutzkonformer Resultate ermöglichen. Eine ausführliche Beschreibung der Templates finden Sie im Zip -Archiv. Darüber hinaus finden Sie in den folgenden Abschnitten Verweise auf entsprechende Programmierbeispiele in den FDZ-Templates.
Das vorliegende Dokument dient der Erklärung und Vertiefung der Anforderungen zur Syntaxerstellung und zur Ausgabe von datenschutzkonformen Analyseergebnissen, die anhand von Beispielen in den FDZ-Templates dargestellt sind. Sie erfahren hier, wie der Analyseprozess in der IT-Infrastruktur des FDZ unter Einhaltung der Vorgaben idealerweise abläuft. Zudem werden aus datenschutzrechtlicher Sicht als kritisch eingestufte Ergebnisse erläutert sowie Strategien zur Vermeidung solcher Ergebnisse aufgezeigt.
Welche Vorteile haben Sie durch die Einhaltung der Richtlinien?
- Sie erhalten Ihre Ergebnisse schneller.
- Ihre Ergebnisse enthalten wenige oder keine Löschungen und zusätzliche Sperrungen, um das Rückrechnen von gelöschten Werten zu verhindern.
- Ihre Ergebnisse basieren auf ausreichend hohen Fallzahlen und haben daher eine höhere Aussagekraft.
- Durch die Einhaltung der Richtlinien zur Syntaxgestaltung erfüllen Ihre Programme die Anforderungen der „guten wissenschaftlichen Praxis“ und sind damit gut nachvollziehbar. Ihre Ergebnisse können zudem jederzeit reproduziert werden
- Durch eine effiziente Prüfung der Ergebnisse bleiben dem FDZ mehr Ressourcen für andere Arbeiten, wie der Aktualisierung bestehender und Erschließung neuer Datenprodukte oder der Verbesserung der Dienstleistungsqualität.
Bei Fragen kontaktieren Sie bitte das Forschungsdatenzentrum (iab.fdz@iab.de). Bitte geben Sie immer Ihre FDZ-Projektnummer (fdzXXXX) und ggf. die Job-ID aus JoSuA an.
